Ärzte und Politiker im Vergleich –
werden Nationalräte fürstlich bezahlt?

Bildlegende: Kommentar von Walter Ostermeier
«Vor einigen Tagen konnten wir in den Printmedien lesen, dass die Schweizer Ärzte deutlich mehr verdienen als bisher angenommen. Bei näherer Betrachtung, wird dem Leser suggeriert, dass es die Löhne der Ärzte seien, die, die Prämien und Steuern in die Höhe treiben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat gemäss deren eigenen Aussage, die bisher umfassendste Studie durchgeführt, und so die «Täter», also die Ärzte?, dem Prämienzahler präsentiert.
Ein Kommentar von Walter Ostermeier

Was die Studie des BAG uns jedoch nicht erklärt, sind die grossen Herausforderungen, denen ein Arzt tagtäglich ausgesetzt ist. Er kann nicht um vier oder fünf Uhr am Nachmittag den Schlüssel drehen und nach Hause gehen. Seine Kunden (Patienten) fordern ihn, wann immer sie ihren Arzt benötigen. Egal zu welcher Zeit und zu welchen Problemen.
Er ist fast immer für sie da fast sieben Tage in der Woche. Wenn Sportler ihre Millionenverträge abschliessen, nur um ein paar Bälle über den Rasen rollen zu lassen sagt niemand etwas. Eine Million, zwei Millionen oder gar vier Millionen im Jahr und dies noch Steuerfrei, da äussert sich niemand dazu. Nationalräte zum Beispiel, erhalten für vier mal drei Wochen Anwesenheit in Bern zwischen Fr. 146’000 und Fr. 211’000 und das ohne eine Abgeschlossene Berufslehre oder ein abgeschlossenes Studium. Nationalräte wie C. Wermuth, Molina, Glättli usw. können sich die Hand reichen. Auch Clint Capela, Basketballer aus Genf verdient nicht schlecht. Ein Hausarzt müsste ca. 370 Jahre arbeiten um die Summe die Capela in fünf Jahren bekommt zuverdienen.
Hier sieht man wie krank unser Lebens-System geworden ist. Da braucht es mehr als ein paar gute Ärzte um dieses System wieder unter Kontrolle zu bringen.

Es ist stossend, wie sich die Medien für «Hetzkampagnen» dieser Art einspannen lassen. Schlussendlich sind es aber die Leser und zahlenden Abonnenten, die über den Fortbestand von „Tageszeitungen“ und unserer Medienpolitik, bestimmen. Nicht wahr?