Kategorie-Archiv: Beiträge

Hier äussern sich die Kandidatinnen und Kandidaten zu ihren politischen Schwerpunkt-Themen.

Der bodenständige Oberländer

Erich von Siebenthal , Nationalrat, SVP, Bern, lebt mit seiner Familie als Bergbauer und Geschäftsführer einer kleinen Bergbahn in Gstaad im Berner Oberland.Erich von Siebenthal lebt mit seiner Familie als Bergbauer und Geschäftsführer einer kleinen Bergbahn in Gstaad im Berner Oberland. Der SVP-Politiker vertritt im Nationalrat die Berggebiete, die Land- und Forstwirtschaft. Im Interview mit wahlen.ch lässt der Berner durchblicken, dass er auf eine starke Unterstützung im Hintergrund zählen kann, weshalb gesunde und naturnah hergestellte Nahrungsmittel ihren Preis haben müssen und weshalb die Forstwirtschaft in der Schweiz an Bedeutung zunimmt. Zum Interview mit Erich von Siebenthal

Ja zur Energiewende!


Nationalrat Bernhard Guhl, Präsident der Aargauer BDP:  "Energiewende heisst in den Werkplatz Schweiz investieren!"Bernhard Guhl, BDP-Nationalrat AG, setzt auf Energiewende sowie Förderung des Werkplatzes Schweiz – Der Präsident der Aargauer BDP glaubt, dass seine Partei auch in Zukunft eine Alternative zu den drei bürgerlichen Parteien darstellt. Schwerpunkte im Wahljahr 2015 sieht der einstige Gründer der Kantonalpartei in Wirtschaftsfragen. Wichtig für ihn sind die Weiterentwicklung der Bilateralen Verträge sowie die Umsetzung der Energiewende. Investitionen in erneuerbare Energien seien Investitionen in die Zukunft des Werkplatzes Schweiz. Zum Interview

„Noch ist nichts gewonnen!“

alt=Nach der Erfolgsserie der Freisinnigen bei den kantonalen Wahlen 2015 besteht für den Nationalratskandidaten und Präsidenten der Kantonalen FDP Aargau kein Grund zur Siegesfreude: Für Matthias Jauslin sind diese Resultate zwar erfreulich, “doch noch ist nichts gewonnen!“ Im wahlen.ch-Interview äussert er sich zur Frage, weshalb sich die bürgerlichen Parteien nicht dazu durchgerungen haben, den Ständerats-Sitz der SP ernsthaft anzugreifen. Zum Beitrag mit Matthias Jauslin

EVP setzt auf Lilian Studer

Wahlen 2015 Zum Interview mit Lilian Studer vom 15. Mai 2015 in Wildegg: Die EVP überzeugt durch Taten und persönliche Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern.Lilian Studer will die Aargauer EVP im Nationalrat „durch Sachpolitik überzeugen.“ Die Kandidatin präsidiert die EVP-Fraktion im Aargauer Grossrat. Im Interview äussert sie sich zur Listenverbindung mit der bdp und glp. – Rein rechnerisch verspricht sich ihre Partei damit eine bessere Ausgangslage als durch einen Schulterschluss mit der grossen CVP. Lilian Studer zu Erfahrungen, Schwerpunkten sowie ihren Auftritten im Wahljahr 2015. Zum Videobeitrag

Spannendes Wahljahr im Kanton Zürich (3)

Dass das Wahljahr 2015 im Kanton Zürich nicht bloss bei den Regierungsrats-, sondern auch bei den Ständeratswahlen (siehe Teile 1 und 2) spannend ist und vielleicht sogar in der Geschichte als besonderes hervorgehoben wird, dafür sorgt auch Roger Köppel.

Ein Kommentar von Cyrill Wyss

Der im März 50 Jahre alt werdende Vater von drei Kindern, Journalist und Verleger der Weltwoche will künftig nicht nur über das Schweizer Polit-Geschehen schreiben, diskutieren oder Vorträge halten, sondern proaktiv mitgestalten. Dass er am 18. Oktober als SVP-Nationalrat gewählt wird, ist wahrscheinlich. Wenn dem so ist, was kann er verändern?

Roger Köppel kandidiert als SVP-Nationalrat (Bild: Philipp Zinniker)
Mitgestalten ist gefragt: Verleger und CR der Weltwoche Roger Köppel , Nationalratskandidat 2015.

So wahrscheinlich seine Wahl, so unwahrscheinlich ist, dass ihm als Parlamentarier eine blühende Politkarriere zu Füssen liegt. Denn Köppel ist kein Wasserträger, der wie eine Windfahne einfach ein- oder ausgefahren werden kann. Dennoch hat er sich entschieden, in die Reihen der SVP einzutreten. Weshalb er nicht – wie etwa Thomas Minder – als Einzelkämpfer in die Polit-Arena steigt, mag er sich gut überlegt haben. – Roger Köppel als Parteisoldat? Warum nicht?

Und die SVP? Wird sie sich an seine selbstsichere Art, seine stilsicheren und differenziert gestalteten Interpretationen gewöhnen können? Wie verhalten sich die Hartgesottenen in den eigenen Reihen, wenn Köppel seine Meinung sagt und plötzlich Argumente einbringt, die niemand berücksichtigt hat? Wie verhält sich der Neugewählte, wenn er völlig unerwartet und hautnah erlebt, wie es hinter den Kulissen der Polit-Bühnen so zu und her geht? Glaubt er tatsächlich, sich da behaupten zu können? Vor allem in Fragen, wo es um die Wurst geht. Dann nämlich, wenn in eigenen Reihen auf einmal gemetzelt statt geschmeichelt wird? Frei nach dem Motto: Jeder gegen jeden, und einer über allen!

Die Kunst der Politik besteht darin, Mehrheiten zu bilden. Eigene Interessen mit jenen anderer zu verbinden. Allein so ist es möglich, Forderungen in politische Vorstösse umzuwandeln. Nur so, mit der eigenen Fraktion sowie mit Vertretern anderer Parteien und Gruppierungen im Rücken, werden Vorstösse in den Räten mehrheitsfähig. Das sind die Regeln. Wer sie nicht oder zu wenig beherrscht, der scheitert. Selbst als vielgepriesene Galionsfigur. Das lehrt die Geschichte. Roger Köppel kennt diese Regeln als Journalist. Was sie für den einzelnen Politiker im Alltag konkret bedeuten, wird er nach dem 18. Oktober erfahren. – Angenommen, er wird als Zürcher SVP-Nationalrat gewählt.