Kategorie-Archiv: Beiträge

Hier äussern sich die Kandidatinnen und Kandidaten zu ihren politischen Schwerpunkt-Themen.

Ständeratswahlen im Aargau – CVP, FDP und SVP treten gegeneinander an!

Plakate:Aargauer Ständeratswahlen - Humbel, Knecht und Müller treten zum 2. Wahlgang an

Im Aargau treten Ruth Humbel Näf von der CVP; Hansjörg Knecht von der SVP sowie Philipp Müller von der FDP am 22. November zum 2. Wahlgang für den zweiten Sitz im Ständerat an. Wer von den dreien die Wahl gewinnt, ist deshalb ungewiss, weil Ruth Humbel offiziell von der SP unterstützt wird. Ungewiss ist auch, ob und in welcher Anzahl SP-, allenfalls Grüne, BDP-, GLP- und EVP-Wähler zugunsten der CVP-Kandidatin zur Urne gehen. Schlussendlich – und andererseits – ebenso ungewiss ist, ob die Basis der CVP die Seilschaft mit der SP ebenso zweckmässig findet, wie Kandidatin und Parteileitung! Ständeratswahlen im Aargau – CVP, FDP und SVP treten gegeneinander an! weiterlesen

Aargauer Partei-Strategien!

Nachdem im Kanton Aargau die Kandidatin der Grünen, Irène Kälin, kein zweites Mal zu den Sänderatswahlen antreten wird, unterstützt die SP die Kandidatin der CVP Ruth Humbel. Sie hatte am 18. Oktober das mit Abstand schlechteste Resultat der vier kandidierenden Favoritinnen und Favoriten erzielt. Ob für sie die Sterne am 22. November besser stehen, dürfte vor allem von der Frage abhängen, ob beide Kandidaten von FDP und SVP nochmals antreten oder ob sich einer von ihnen – zum Beispiel durch Los-Entscheid – zurückzieht. – Weshalb ist das so?
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Thurgau: Gescheiterter Schulterschluss!

Der Schulterschluss zu einem gemeinsamen Wahlerfolg als Unternehmer blieb im Kanton Thurgau erfolglos: Weder der Stahlunternehmer und Präsident der Thurgauer Industrie- und Handelskammer Christian Neuweiler, FDP, noch der Geschäftsführer und Mitinhaber der KIFA AG, Ruedi Heim, CVP, schafften den Sprung in den Nationalrat. Im Vergleich zum gewählten Parteikollegen Christian Lohr (22356 Stimmen) erntete Heim bescheidene 7451 Stimmen.

Dennoch holte sich die FDP den vor vier Jahren an die GLP verlorenen Sitz in der Grossen Kammer zurück: Gewählt wurde Hermann Hess, auch Unternehmer, mit 11889 Stimmen. Zum Vergleich: Neuweiler platzierte sich unter den Kandidierenden seiner Partei mit 10310 Stimmen auf Platz 3.

Roger Köppel erzielt das beste Wahlresultat!

Offensichtlich war es für ihn an der Zeit, sich einzumischen, wie er im Juli in Kerns gegenüber wahlen.ch voller Energie und Tatendrang verkündet hat: Roger Köppel zieht mit dem besten Resultat in der Geschichte ins Parlament. Insgesamt legt die SVP um 11 Sitze zu. Auch die Freisinnigen verbessern sich um drei Sitze.

Was die beiden Parteien mit ihren Erfolgen machen, wird sich weisen. Und völlig offen ist derzeit, inwieweit es dem neugewählten Köppel gelingen wird, seinen Intellekt über die Reihen der SVP hinaus einzubringen, um neue Seilschaften zu schliessen und um mehrheitsfähige Politik zu betreiben. Dass er – wie im Wahlfieber 2015 geschehen – einfach in die Kolonne steht und bei jeder – gelinde gesagt – spassigen Idee seiner Parteikollgen einfach mittanzt, ist nicht anzunehmen.

Die Abwahl Mörgelis zeigt, dass nicht jeder Versuch, besonders originell zu wirken, partout gut ankommt. Und offensichtlich wissen die Wählerinnen und Wähler diesbezüglich klare Grenzen zu ziehen. Den SVP-Parteiverantwortlichen sollte dies eine Lehre sein.

So gesehen dürfte es eng werden für Finanzministerin Eveline Widmer Schlumpf. Sie hat bis zum 9. Dezember Zeit, sich zu entscheiden. Denn die SVP wird sich als stärkste Fraktion nicht weitere vier Jahre mit einem Vertreter im Bundesrat abfertigen lassen. Daran liess der an Profil zulegende Parteipräsident Toni Brunner am Wahlsonntag keinen Zweifel offen.