Kategorie-Archiv: Persönlich

Hier stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten persönlich vor.

Auf Laurent Favre folgt Pierre-André Monnard

Im Nationalrat wurde zu Beginn der dritten Sessionswoche Pierre-André Monnard, Stadtrat von la Chaux-de-Fonds, vereidigt. Er folgt auf Laurent Favre, der für die Freisinnigen im Neuenburger Staatsrat Einsitz nimmt.
Monnard wird wie sein Vorgänger Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N). Der 57-jährge eidgenössisch diplomierte Buchhalter begann seine politische Karriere als Gemeinderat im Jahre 2008 und wurde ein Jahr später Kantonsrat in Neuenburg.

BDP-Fraktion: Heinz Siegenthaler vereidigt

Zu Beginn der Wintersession ist Heinz Siegenthaler als Nationalrat vereidigt worden. Der 59-jährige  Grossrat und Präsident der BDP des Kantons Bern tritt als Mitglied der BDP-Fraktion in die Fussstapfen von Ursula Haller. Sie will mit ihrem vorzeitigen Rücktritt „Klarheit für die Eidgenössischen Wahlen 2015  schaffen.“

Ob Haller damit  ihren Sitz zu Gunsten der BDP tatsächlich sichern kann, dürfte – vor allem im Kanton Bern – auch von der Besetzung der Wahlkampfthemen abhängen.   Stichworte dazu sind etwa  Energiestrategie 2050, Lenkungsabgaben, Tourismusförderung und Landwirtschaftspolitik.

Abschied von This Jenny

Am 15. November hat er vollzogen, was er sich nicht mehr zumuten wollte: Sein Krebsleiden während den letzten vier Wochen seines Lebens ertragen. Am Freitag nahmen Freunde und Weggefährten in der Glarner Stadtkirche Abschied von This Jenny, dem ehemaligen SVP-Ständerat.

This Jenny war als Ständerat und Bauunternehmer eine landesweit bekannte Persönlichkeit. Er war moderat, beliebt und belebte die Schweizer Politlandschaft.  Andere verletzend in eine Ecke zu stellen, entsprach nicht seinem Stil.  Er politisierte mit Herzblut, verstand Mehrheiten zu bilden.  Zuerst als Glarner Gemeinderat, dann als Landrat im Kantonsparlament. 1998 schaffte er den Sprung ins Stöckli. Dort kämpfte er wortgewaltig um bessere Rahmenbedingungen für die Schweizer Wirtschaft. Wenig Bürokratie  und eine Besteuerung, damit die Sicherung solider Arbeitsplätze möglich ist. – Miteinander statt gegeneinander lautete seine Devise.

Er war liebenswürdig, gmögig unterwegs. Auch als Skifahrer. Keine Gnade kannte Jenny bei den Parlamentarier-Skirennen, wo er regelmässig alle besiegte. Selbst noch im April dieses Jahres, als ihn das unheilbare Krebsleiden mehr und mehr plagte.

Anfang 2014 mochte er nicht mehr nach Bern. So zog er sich Anfang Februar von heute auf morgen vom politischen Parkett zurück. Hin und wieder trat er noch in den Medien auf. Orientierte über den Stand der Dinge. Er nehme die Sterbehilfe in Anspruch,  teilte er mit, weil er es vorziehe, sich die letzten vier Wochen seines Lebens zu ersparen.  – Für viele waren sie doch überraschend und zu früh gekommen. This Jenny verstarb im 62. Altersjahr.

Wählbar oder nicht?

Unter Rubrik „Wählbar oder nicht?“ werden in loser Reiehenfolge amtierende oder kandidierende Politikerinnen und Politiker – unabhängig von ihrer Parteicouleur – aufgrund ihrer Arbeit miteinander verglichen. Das Urteil, wer von beiden eher wählbar oder eben nicht wählbar ist, spiegelt die Meinung des Autors wider. Diese Meinung deckt sich nicht zwangsläufig mit jener der wahlen.ch-Redaktion.  

Walter Ostermeier kommt in der folgenden Analyse zum Schluss:

Mein Prädikate für: 

  •  Linda Camenisch, Nationalrätin und Kantonsrätin Zürich – sehr gut wählbar.
  • Margret Kiener Nellen, Nationalrätin Bern – unwählbar (würde es nach ihren eigenen Richtlinien gehen, müsste sie zurücktreten).

Wählbar oder nicht? weiterlesen