Kategorie-Archiv: Umwelt

Hier finden Sie Beiträge zur Umweltpolitik.

Rücktritt Widmer-Schlumpf: «Zum Abschied noch ein Ei gelegt!»

Bevor Finanzministerin Widmer-Schlumpf ihren Verzicht auf eine Wiederwahl begrĂĽndet habe, „hat sie noch schnell den Entwurf fĂĽr einen Verfassungsartikel ĂĽber Klima- und Stromabgaben vorgestellt“, kritisiert Irene Aegerter von .energiesuisse.net. So habe sie ihrer Amtskollegin und Energieministerin Doris Leuthard „noch schnell ein Ei gelegt.“ Wie diese damit umgehe, sei fraglich, denn die Energiestrategie 2050 sei weder in den Eidgenössischen Räten zu Ende beraten noch vom Volk abgesegnet. – Im Interview mit wahlen.ch erläutert die Physikerin, weshalb sie die „Antwort unserer Landesregierung auf Fukhusima“ als Schnellschuss beurteilt, und wie sich die Schweiz bei der Forschung und Entwicklung sowie bei der Erschliessung neuer Märkte auf globaler Ebene ins Abseits stellt, „wenn die Kernenergie als wesentlicher Teil einfach ausgeklammert wird.“

Wahlen 2015: Wer gewinnt; wer verliert?

In wenigen Tagen ist klar, wer die Eidgenössischen Wahlen 2015 gewonnen, und wer sie verloren hat. – Sind die kleinen Trendparteien die grossen Verlierer, wie derzeit von Beobachtern prognostiziert wird? Wenn nicht, unter welchen Voraussetzungen mĂĽsste mit Ăśberraschungen gerechnet werden?

Nehmen wir an, wider Erwarten kämen 30 Prozent aller wahlfähigen BĂĽrgerinnen und BĂĽrger – die sonst nie wählen gehen – fĂĽr einmal zum Entscheid, diesmal nicht im Abseits stehen zu bleiben. Nehmen wir weiter an, ihr Ego; ihr Selbstbewusstsein wĂĽrde durch eine Art Adrinalinstoss dermassen beflĂĽgelt, dass sie sich dazu entscheiden, bei den Eidgenössischen Wahlen 2015 mitzureden und ihren Wahlzettel nach eigenem Befinden zu gestalten. Frei nach dem Motto: wer nicht selbst politisiert, der wird politisiert!

Was passiert, wenn plötzlich eine grosse Mehrheit an Mieterinnen und Mietern, an Raucherinnen und Rauchern, an Autofahrerinnen und Autofahrern, an Stubenhockern und Pantoffelträgern, die sich im Alltag oder via Neue Medien über diese und jene Einschränkung, die unverschämten Heizkostenabrechnungen, hohe Krankenkassenprämien, Gebühren bei Post und Bank, stupide Sprüche an Radio- und Fernsehen aufregen, plötzlich zum Stimm- und Wahlumschlag greifen?

Was passiert, wenn sich die sonst so friedlichen konsumfreundlichen Bürgerinnen und Bürger plötzlich in ihren Ehrenwertesten kneifen, sich in eine ruhige Ecke zurückziehen, um dort etwas zu tun, was sie noch nie getan haben. Nämlich selber zu bestimmen, indem sie stimmen gehen. Wie sähen die Wahl- und Abstimmungsresultate aus, wenn sich eine Wählerschaft selbst mobilisieren würde? Wer würde gewählt, wenn sich die Mehrheit der Wählenden plötzlich dazu entschliessen würde, nicht mehr einfach SVP, SP, CVP oder FDP zu wählen?

Wer bekäme das Erstklass-GA, wenn die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger plötzlich den – im Wahlcouvert vorhandenen – leeren Stimmzettel zur Hand nähmen und dort nur jene Namen der Nationalratskandidatinnen und kandidaten zwei mal notierten, die sie persönlich kennen? Und wie käme es heraus, wenn die beiden Ständeratinnen oder Ständeräte plötzlich unabhängig von der Empfehlung einer einzelnen Partei auf den Zettel gesetzt wĂĽrden?

Volkswahl. So könnte eine Überraschung am Wahlsonntag entstehen.

Wahlplakate 2015: Wer gewinnt; wer verliert?

Christian Wasserfallen: Frei von Utopien und Kohlestrom!

Bild von Nationalrat Christian Wasserfallen, FDP Kanton Bern im Interview mit wahlen.chFĂĽr den Berner Freisinnigen Christian Wasserfallen stehen in seiner dritten Amtsperiode viel zu wichtige Geschäfte an, um nicht mehr Nationalrat zu sein. Vorab bei der Energiestrategie 2050 sieht der Maschineningenieur Reformbedarf. „Solange diese Strategie durch Utopien und Wunschvorstellungen geschminkt und nicht ausgeschlossen ist, dass wir statt mit Strom aus dem Inland mit solchem aus Kohlekraftwerken im Ausland versorgt werden, befindet sich die Vorlage auf dĂĽnnem Eis.“ Auch in Bezug auf die Realisierung des Sanierungstunnels am Gotthard nimmt Wasserfallen kein Blatt vor den Mund: Keinem Menschen käme es in den Sinn, die Stadt Bern während eines Jahres vom Rest der Schweiz abzuschotten. Er sehe nicht ein, weshalb dies dann fĂĽr den Kanton Tessin gelten soll, so Wasserfallen im Interview mit wahlen.ch. Christian Wasserfallen, FDP BE: „Niemandem kommt es in den Sinn, Bern vom Rest der Schweiz abzuschotten…“

„Heute ist der Privatverkehr an der Reihe!“

Jean-François Rime, PrĂ©sident d'Union suisse des arts et mĂ©tiers„Aujourd’hui, on doit faire quelques chose pour la route!“ Grundsätzlich will sich der Freiburger Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes Jean-François Rime, SVP FR, fĂĽr eine gute Verkehrsinfrastruktur der Schweiz einsetzen. Dies gelte sowohl fĂĽr den öffentlichen als auch fĂĽr den privaten Verkehr. „Heute ist der Privatverkehr an der Reihe“, betont Rime im wahlen.ch-Kurzinterview. Ausserdem sagt er, weshalb er wieder kandidiert und warum er die Milchkuh-Initiative unterstĂĽtzt.
Interview avec Jean-François Rime, Conseiller national UDC Canton Fribourg