Kategorie-Archiv: Wählbar oder nicht?

„Noch ist nichts gewonnen!“

alt=Nach der Erfolgsserie der Freisinnigen bei den kantonalen Wahlen 2015 besteht für den Nationalratskandidaten und Präsidenten der Kantonalen FDP Aargau kein Grund zur Siegesfreude: Für Matthias Jauslin sind diese Resultate zwar erfreulich, “doch noch ist nichts gewonnen!“ Im wahlen.ch-Interview äussert er sich zur Frage, weshalb sich die bürgerlichen Parteien nicht dazu durchgerungen haben, den Ständerats-Sitz der SP ernsthaft anzugreifen. Zum Beitrag mit Matthias Jauslin

Beat Flach, GLP-Nationalrat AG

Beat Flach, GLP-Nationalrat AG, bedauert die Haltung der CVPDie Grünliberalen stehen im Aargau vor einer neuen Sitaution: Die CVP wollte von einer Listenverbindung mit ihnen nichts wissen, und die Grünen haben sich mit der SP gepaart. Nationalrat Beat Flach bedauert die Haltung der CVP, steigt durch die GLP-EVP-BDP-Koalition jedoch erhobenen Hauptes in den Kampf um seinen Sitz in Bern. Zum Interview mit Beat Flach

EVP setzt auf Lilian Studer

Wahlen 2015 Zum Interview mit Lilian Studer vom 15. Mai 2015 in Wildegg: Die EVP überzeugt durch Taten und persönliche Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern.Lilian Studer will die Aargauer EVP im Nationalrat „durch Sachpolitik überzeugen.“ Die Kandidatin präsidiert die EVP-Fraktion im Aargauer Grossrat. Im Interview äussert sie sich zur Listenverbindung mit der bdp und glp. – Rein rechnerisch verspricht sich ihre Partei damit eine bessere Ausgangslage als durch einen Schulterschluss mit der grossen CVP. Lilian Studer zu Erfahrungen, Schwerpunkten sowie ihren Auftritten im Wahljahr 2015. Zum Videobeitrag

Die Zweck-Ehe der CVP

alt=„Die CVP geht durch die Listenverbindung mit FDP und SVP eine Zweck-Ehe ein!“ – Der Aargauer CVP-Präsident Markus Zemp hofft damit den neuen 16. Sitz im Nationalrat zu Gunsten der CVP zu erobern. Der Nationalrat bis 2011 äussert sich zu Prioritäten, Zielsetzungen und Stärken seiner Mitte-Partei und macht deutlich, von welchen Parteien sich die CVP ganz klar abgrenzen will. Auch in der Legislatur 2015–2019. Zum Interview

Luzerner Regierung ist komplett

10.05.2015-red. Im zweiten Wahlgang haben die Luzerner Stimmbürger den Regierungsrat für die Legislatur 2015-2019 komplettiert. Sie wählten den bisherigen parteilosen Marcel Schwerzmann mit 65’708 Stimmen sowie Paul Winiker von der SVP mit 54’500 Stimmen. Nicht gewählt wurde die Kandiatin der SP, Felicitas Zopfi. Sie erzielte 37’154 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,1 Prozent. – Bereits im ersten Wahlgang gewählt worden sind die beiden Vertreter der CVP, Guido Graf und Reto Wyss, sowie Robert Küng von der FDP.

Zürcher und Luzerner Wahlen zeigen Richtungswechsel
wy. Die Resultate bei den Kantonalen Wahlen in Zürich und Luzern gelten als Gradmesser für die Eidgenössischen Wahlen 2015. Sie deuten darauf hin, wo die Musik ab 18. Oktober in Bundesbern spielen wird: Wird die FDP dort auch Sitze von Grünen, Grünliberalen oder gar von der BDP besetzen können? Und die CVP? Kann sie tatsächlich froh sein, wenn sie zusammen mit der EVP ihre Fraktionsstärke behalten kann? Welches Nachspiel hat das Steuerabenteuer in den Reihen der SP, so dass Genossinnen und Genossen mit Spitzensalären als Bewohner von Luxuswohnungen eine Überraschung erleben? – Fragen über Fragen.

Sicher scheint, die Bürgerinnen und Bürger haben genug von wohlklingenden Absichtserklärungen und knallharten Vorschriften, bei denen sie am Ende die Rechnung zu zahlen haben. Ob Asylwesen, Energiewende, Gesundheitpolitik oder Mobilität: Teure Auflagen und neue Nachbarn, damit die Schweiz vorbildhaft dasteht und damit sich gewisse Politikerinnen und Politiker als Wächterinnen und Wächter einer tugendhaften Lebens- und Verhaltensweise ins Rampenlicht stellen können? Nicht mit mir, scheinen die Bürgerinnen und Bürger in den Abstimmungskantonen gesagt zu haben.

Nun liegt es an den Gewählten, Rückhalt zu zeigen, statt zu plänkeln oder gegen Gesinnungsfreunde zu intrigieren. Denn die Resultate sprechen für sich. Wer versteht sie zu deuten? Gefragt scheinen Bekenntnisse und Zielsetzungen zu sein, die tatsächlich etwas mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürgern sowie etwas mit ihrem Alltag und ihrem Wohlbefinden zu tun haben. Wohltönende Absichtserklärungen von Gesundheits, Sozial- und Ökolobbyisten oder eigenwillige politische Auslegungen auf Verwaltungs- und Regierungsebene scheinen da weniger gefragt.

So oder so: Hier und dort dürften die Resultate aus Luzern und Zürich zu denken geben. Vor allem aber in gewissen Parteilagern dürften im Hinblick auf die Strategien zu den Eidgenössischen Wahlen 2015 gewisse Korrekturen vorgenommen werden. Gebetsmühlenartig Slogans aus der Vergangenheit zu äussern oder sich auf Schwarz-Weiss-Malerei zu beschränken, genügt den Bürgerinnen und Bürgern offensichtlich nicht mehr. Die von freisinniger Seite erzielten Resultate legen diesbezüglich deutlich mehr als einen Achtungserfolg an den Tag.