Kategorie-Archiv: Wählbar oder nicht?

Doktor ist er trotzdem

Von Hans Rudolf Wehrli*, Remetschwil

Aus meiner Sicht ist ein Universitätsstudium per definitionem keine Voraussetzung für einen Volksvertreter in Bern. Erst recht nicht, seit dank der Fächerwahl kaum mehr jemand daran gehindert werden kann, eine Matur zu bestehen. Geradezu lächerlich wirkt das Aufwiegen des Studiums eines Jungen gegen die Lebenserfahrung eines Alten – erst recht und vor allem in der Politik! Bedenkt man noch, dass „Senior“ und „Senator“ denselben Wortstamm haben bzw. der „Ältestenrat“ als das Gremium der Weisen während Jahrhunderten die bestimmende Instanz in unzähligen Gesellschaften und Kommunen war, so ist Maximilian Reimann aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in beiden Kammern des Bundesparlamentes der bestqualifizierte Nationalrat des Aargaus. Doktor der Jurisprudenz ist er trotzdem.

*Hans Rudolf Wehrli unterrichtete in Deutsch, Englisch und in Geschichte.
Heute verdient der 73-Jährige ein Zubrot als Werber und Schreiber. Wehrli ist bekennender „tapferer Kämpfer für die Windkraft.“

Wählbar oder nicht?

Unter Rubrik „Wählbar oder nicht?“ werden in loser Reiehenfolge amtierende oder kandidierende Politikerinnen und Politiker – unabhängig von ihrer Parteicouleur – aufgrund ihrer Arbeit miteinander verglichen. Das Urteil, wer von beiden eher wählbar oder eben nicht wählbar ist, spiegelt die Meinung des Autors wider. Diese Meinung deckt sich nicht zwangsläufig mit jener der wahlen.ch-Redaktion.  

Walter Ostermeier kommt in der folgenden Analyse zum Schluss:

Mein Prädikate für: 

  •  Linda Camenisch, Nationalrätin und Kantonsrätin Zürich – sehr gut wählbar.
  • Margret Kiener Nellen, Nationalrätin Bern – unwählbar (würde es nach ihren eigenen Richtlinien gehen, müsste sie zurücktreten).

Wählbar oder nicht? weiterlesen