Kategorie-Archiv: Wahltag

Thurgau: Gescheiterter Schulterschluss!

Der Schulterschluss zu einem gemeinsamen Wahlerfolg als Unternehmer blieb im Kanton Thurgau erfolglos: Weder der Stahlunternehmer und Präsident der Thurgauer Industrie- und Handelskammer Christian Neuweiler, FDP, noch der Geschäftsführer und Mitinhaber der KIFA AG, Ruedi Heim, CVP, schafften den Sprung in den Nationalrat. Im Vergleich zum gewählten Parteikollegen Christian Lohr (22356 Stimmen) erntete Heim bescheidene 7451 Stimmen.

Dennoch holte sich die FDP den vor vier Jahren an die GLP verlorenen Sitz in der Grossen Kammer zurück: Gewählt wurde Hermann Hess, auch Unternehmer, mit 11889 Stimmen. Zum Vergleich: Neuweiler platzierte sich unter den Kandidierenden seiner Partei mit 10310 Stimmen auf Platz 3.

Ständerat Aargau: Knecht vor Müller

Mit einem überraschend guten Resultat hat der Aargauer SVP-Nationalrat und Müllerei-Unternemer Hansjörg Knecht bei den Ständeratswahlen abgeschlossen: Die amtierende Ständerätin Pascale Bruderer Wyss von der SP liess sich mit 104’687 Stimmen (das absolute Mehr lag bei einer Stimmbeteiligung von 48.32% bei 90’261 Stimmen) bestätigen. Mit dem zweitbesten Resultat vereinte Knecht 77’255 Stimmen. Der bekannteste der Bürgerlichen, FDP-Präsident und Nationalrat Philipp Müller, kam lediglich auf 71’445 Stimmen. Mit 33’900 Stimmen deutlich und ohne Aussicht auf Erfolg wurde Ruth Humbel von der CVP auf Platz 4 verwiesen. Wer am 22. November zum zweiten Wahlgang antritt und wer zu Gunsten von wem auf die Kandidatur verzichtet, dürfte sich in den kommenden Tagen abzeichnen.

Roger Köppel erzielt das beste Wahlresultat!

Offensichtlich war es für ihn an der Zeit, sich einzumischen, wie er im Juli in Kerns gegenüber wahlen.ch voller Energie und Tatendrang verkündet hat: Roger Köppel zieht mit dem besten Resultat in der Geschichte ins Parlament. Insgesamt legt die SVP um 11 Sitze zu. Auch die Freisinnigen verbessern sich um drei Sitze.

Was die beiden Parteien mit ihren Erfolgen machen, wird sich weisen. Und völlig offen ist derzeit, inwieweit es dem neugewählten Köppel gelingen wird, seinen Intellekt über die Reihen der SVP hinaus einzubringen, um neue Seilschaften zu schliessen und um mehrheitsfähige Politik zu betreiben. Dass er – wie im Wahlfieber 2015 geschehen – einfach in die Kolonne steht und bei jeder – gelinde gesagt – spassigen Idee seiner Parteikollgen einfach mittanzt, ist nicht anzunehmen.

Die Abwahl Mörgelis zeigt, dass nicht jeder Versuch, besonders originell zu wirken, partout gut ankommt. Und offensichtlich wissen die Wählerinnen und Wähler diesbezüglich klare Grenzen zu ziehen. Den SVP-Parteiverantwortlichen sollte dies eine Lehre sein.

So gesehen dürfte es eng werden für Finanzministerin Eveline Widmer Schlumpf. Sie hat bis zum 9. Dezember Zeit, sich zu entscheiden. Denn die SVP wird sich als stärkste Fraktion nicht weitere vier Jahre mit einem Vertreter im Bundesrat abfertigen lassen. Daran liess der an Profil zulegende Parteipräsident Toni Brunner am Wahlsonntag keinen Zweifel offen.

Wahlkampf 2015 – FDP und SVP gewinnen; Grüne, GLP und BDP verlieren!

Die ersten, teilweise provisorischen Resultate zeigen, dass die FDP und die SVP im Wahljahr 2015 als Sieger hervorgehen werden. Im Kanton Zürich, zeigt sich nach ersten Trends, dass die Präsidentin der Schweizer Delegation Europarat und Wirtschaftspolitikerin der Freisinnigen, Doris Fiala, mit einem Glanzresultat bestätigt wird. Die CVP kann sich mehr oder weniger halten. Dasselbe gilt für die SP, die an einigen Orten zulegt, an anderen verliert. In den Kantonen Aargau (Max Chopard) und Schwyz (Andy Tschümperlin) verliert sie je einen Sitz. Klare Verlierer sind die Grünen, und, wie in vielen Prognosen angekündigt, die Trendparteien. – Martin Bäumle, potentieller Nachfolger von Ständerätin Verena Diener GLP ZH, erzielte bei den Ständeratswahlen das schlechteste Resultat. Daniel Jositsch von der SP schaffte im Gegenzug den Sprung ins Stöckli auf Anhieb. Anders der Kronfavorit der FDP, Ruedi Noser. Er muss nochmals antreten.

Dies gilt auch für die drei Favoriten von SVP, SP und BDP im Kanton Bern. Alle drei Ständeratskandidaten erreichten das Absolute Mehr nicht.