Die Unverstandenen – Vollgeld Initiative

Bildlegende: Kommentar von Walter Ostermeier
Am 10. Juni 2018 stimmt die Schweiz über die Vollgeld Initiative ab. Im Moment kann man in vielen Zeitungen über die Initianten lesen. Dabei fällt auf, dass sich Raffael Wüthrich – der Sprecher der Initianten – oft als „Unverstandener“ darstellen lässt. Dabei würde das Adjektiv «selbstverliebt» den Kreis des Initiativkomitees viel träfer charakterisieren. – Weshalb ist das so?
Der Kommentar von Walter Ostermeier
Raffael Wüthrich, der Selbstverliebte? – Grundsätzlich steht ja jedem Schweizerbürger das Recht zu, eine Initiative einzureichen. Die Frage stellt sich jedoch immer, was man mit einer Initiative erreichen will. Wer sind die Initianten; woher kommt das Geld für die Initiative; wie lauten die Gründe zur Lancierung der Vollgeld Initiative? Hinzu kommt noch die matchentscheidende, jedoch oft vergessene Frage: ist das Begehren überhaupt mehrheitsfähig? – Bei der Vollgeld Initiative bekommt man das Gefühl, dass es sich bei den Initianten um eine Internationale Bewegung handelt, die stark vom marxistischen Gedankengut geprägt ist. Unser Bankensystem wird prinzipiell schlecht geredet. Man spricht von der Rettung der UBS durch den Staat! – Dass der Staat bei dieser Hilfsaktion 40 Millionen Franken verdient hat, wird tunlichst verschwiegen!

Weiter versuchen uns die Initianten in ihrem Argumentarium zu erklären, dass wir bei der nächsten Wirtschaftskrise unser Geld verlieren werden. Die Szenarien sind vielfältig und dürfen deshalb sicher nicht als reine Angstmacherei betrachtet werden. Nur sind es nicht die Initianten, die für sich das Wissen über die wirtschaftliche Zukunft proklamieren können, sondern es sind tausende Kennzahlen aus denen ersichtlich ist, wie es mit dem wirtschaftlichen und politischen Leben auf dieser Welt weiter gehen könnte oder weiter gehen wird.

Immer mehr Euro-Länder brauchen dringend Hilfe. Doch woher soll sie kommen?
Zum Beispiel, die weltweiten Finanz- und Wirtschafts-Systeme könnten innerhalb weniger Wochen in sich zusammenfallen. Verschiedene politische Entwicklungen können dafür verantwortlich sein. Der Euro; Irland, Portugal, Griechenland, Slowenien oder Spanien. Bald auch Italien? Immer mehr Euro-Länder brauchen dringend Hilfe. Doch woher soll sie kommen? Der grösste Zahler Deutschland steht selber mit Schulden von ca. 2,1 Billionen Euro vor grossen finanziellen Schwierigkeiten. Der Schuldenberg auf der Welt wächst täglich um ca. 850 Millionen Euro. Die Währungssysteme stehen stark im Wind. Der U$ Dollar könnte durch die desaströse Finanzlage der USA möglicherweise noch vor dem Euro am Ende sein!

Der Sprecher der Initianten erzählt uns nicht, wie diese Initiative in der Realität umgesetzt werden sollte oder könnte. Er erzählt uns aber, dass er in einem Herrenhaus mit Umschwung lebt, dass er mit einem Audi (vielleicht zahlt Audi etwas an diese Werbung) für ein Geschäft unterwegs war, dass er Linksalternatives Gedankengut in sich trägt, dass er als Occupy Paradeplatz (mit NR Wermuth und Molina) gegen die Banken protestierte. Er sei unglücklich und fiel mit 28 Jahren in eine Midlife-Crisis. Er erzählt, dass er an der Hochschule für Wirtschaft Journalismus und Kommunikation studiert habe, ohne das Studium jedoch zu beenden. (NR Wermuth und Molina lassen grüssen) Er habe aber 5 von 7 Bundesräten interviewt (er wusste tatsächlich, dass es 7 Bundesräte gibt) und habe heute ein Geschäft für Massanzüge.

Doch all diese Probleme können eine Vollgeld Initiative nicht lösen. Schon gar nicht, wenn ich mir Herr Wüthrich vorstelle. Einem so in sich selbst verliebten Menschen. Ihm fehlt schlicht die Kraft und Härte, die es brauchen würde, um einer solchen Initiative auch nur im Ansatz eine Chance zu geben.

3 Gedanken zu „Die Unverstandenen – Vollgeld Initiative“

  1. Wer hinter der Initiative steht, kann man in 1 min. auf der Website der Initiative herausfinden.

    Das Geld hinter der Initiaive kommt von vielen Kleinspenden aus der Schweiz (nur 8000 Fr. aus dem Ausland). Die Gegner und die meisten Parteien legen ihre Finanzierungsquellen auch nicht offen!

    Was die Gründe für die Lancierung sind, kann man ebenfalls im Argumentarium der Initiative (Kernbotschaften) nachlesen.

    Dass die Initiatve mehrheitsfähig ist, ist schon lange klar. In einer frühen repräsentstiven Umfrage waren 3/4 dafür, dass nur die SNB Geld herstellen darf. Gemäss SRF-gfs-Studie unterstützen aktuell 59% das Kernanliegen der Initiative.

    Diese ganzen „offenen Fragen“, die der Kommentierende hier aufzählt, sind schon längst beantwortet, was nur zeigt, dass er sich nicht ernsthaft mit der Initiative auseinandergesetzt hat – oder er will eine Show für seine Leser abziehen…

    1. Zu ihren 59% Unterstützer möchte ich ihnen gratulieren.

      SRF-gfs Studien sind von Barfuss-Professoren erstellt und von einer Institution die längst abgeschafft gehört.

      Etwas arroganteres als das SRF mit seiner so „Netten Familie“ habe ich noch nie erlebt.

      Um eine Show geht es hier auch nicht sondern allein um unsere Existenz.

  2. Der Kommentar von Herrn Walter Ostermeier ist schlichtweg spitze.
    Wie er es versteht mit sanften Worten hart aber fair zu urteilen.
    Ich habe den Artikel in einer Ostschweizer Zeitung gelesen. Wenn man Wüthrich zuhört, trifft es wirklich zu, dass hier ein Selbstverliebter arroganter Mensch sich selbst bemitleidet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *