Medienpolitik im Wahljahr 2019 –
was sollten wir wissen?

Bildlegende: Kommentar von Walter Ostermeier - Medienpolitik und die Wahlen
Stellt die SRF Samstagsrundschau vom 5. Januar 2019 den Auftakt eines Linken Mediums im Wahlkampf dar? – Kaum hatte das neue Jahr seine ersten Atemzüge gemacht, musste ich mir als politisch und wirtschaftlich interessierter Radiohörer, diese Frage stellen. Weshalb ist das so?

Ein Kommentar von Walter Ostermeier

Der Moderator der Rundschau redet von Verdacht, Verdacht und nochmals Verdacht, dass die Ruag angeblich zuviel Gewinn erzielt hätte. Dazu müssen wir wissen, dass die Ruag keine Subventionen erhält, sowie es bei «Die Postauto Schweiz AG» der Fall ist. Die Führungsverantwortlichen des Unternehmens mit den gelben Wagen sollen absichtlich die Bilanzen gefälscht haben, um damit die Subventionen hochhalten zu können. Die Schadenssumme die wir zurzeit kennen, beläuft sich auf ca. 280 Millionen Schweizerfranken.

Dass die skandalöse Angelegenheit ausgerechnet unter der Federführung einer Person untersucht worden ist, die den VR präsidiert und die bis vor kurzem noch parteipolitische Interessen vertreten hat, scheint die Medienschaffenden wenig zu stören. Es war kaum Thema. Weshalb wohl? – Übrigens Interessen einer Partei, deren Präsident am Dreikönigstreffen des Verlegerverbandes VSM verlauten liess, er unterstütze die Forderung nach 120 Millionen für die Presse!

Was lernen wir daraus? – Der Wahlkampf 2019 hat hinter den Kulissen längst begonnen. Die Karten werden an vielen Tischen gemischt. – Wir Wählerinnen und Wähler sollten wachsam sein, damit wir erkennen, wie Medien- und Subventionspolitik in unserem Land zwischen den Zeilen gemacht wird.