Roger Köppel erzielt das beste Wahlresultat!

Offensichtlich war es für ihn an der Zeit, sich einzumischen, wie er im Juli in Kerns gegenüber wahlen.ch voller Energie und Tatendrang verkündet hat: Roger Köppel zieht mit dem besten Resultat in der Geschichte ins Parlament. Insgesamt legt die SVP um 11 Sitze zu. Auch die Freisinnigen verbessern sich um drei Sitze.

Was die beiden Parteien mit ihren Erfolgen machen, wird sich weisen. Und völlig offen ist derzeit, inwieweit es dem neugewählten Köppel gelingen wird, seinen Intellekt über die Reihen der SVP hinaus einzubringen, um neue Seilschaften zu schliessen und um mehrheitsfähige Politik zu betreiben. Dass er – wie im Wahlfieber 2015 geschehen – einfach in die Kolonne steht und bei jeder – gelinde gesagt – spassigen Idee seiner Parteikollgen einfach mittanzt, ist nicht anzunehmen.

Die Abwahl Mörgelis zeigt, dass nicht jeder Versuch, besonders originell zu wirken, partout gut ankommt. Und offensichtlich wissen die Wählerinnen und Wähler diesbezüglich klare Grenzen zu ziehen. Den SVP-Parteiverantwortlichen sollte dies eine Lehre sein.

So gesehen dürfte es eng werden für Finanzministerin Eveline Widmer Schlumpf. Sie hat bis zum 9. Dezember Zeit, sich zu entscheiden. Denn die SVP wird sich als stärkste Fraktion nicht weitere vier Jahre mit einem Vertreter im Bundesrat abfertigen lassen. Daran liess der an Profil zulegende Parteipräsident Toni Brunner am Wahlsonntag keinen Zweifel offen.