Ständeratswahlen Bern – 2. Wahlgang findet statt

Im ersten Wahlgang erzielte ein Kandiat aus Biel mit 4114 Stimmen das zweitschlechteste Resultat. Trotzdem zog er seine Kandidatur nicht zurück. Deshalb wird ein zweiter Wahlgang nötig, dessen Resultat im Voraus klar ist. Die beiden bisherigen Berner Ständeräte werden in ihren Ämtern bestätigt. Zurück bleibt ein Verlierer von dem vermutlich über die Landesgrenzen hinaus die Rede sein wird. Ausserdem gibt der Kanton Bern rund eine halbe Mio. Franken für diesen Urnengang aus. Geld, das die Berner anderweitig wohl sinnvoller und besser einsetzen könnten.

Zum Vergleich: Der bestrangierte bisherige Ständerat Werner Luginbühl von der BDP verpasste mit 151‘069 Stimmen am 18. Oktober das Absolute Mehr. Ebenso – mit 144’805 Stimmen – der zweitklassierte bisherige Ständerat Hans Stöckli von der SP. Nachdem Anfang Woche der drittklassierte Albert Rösti von der SVP seine Kandidatur ebenso zurückzog wie Claudine Esseiva, FDP; Jürg Grossen, glp; Christine Häsler, Grüne; sowie Marianne Streiff-Feller von der EVP schien ein zweiter Wahlgang überflüssig.

Hätte man im Kanton Bern die Rechnung nicht ohne den vielen Unbekannten mit den 4114 Stimmen gemacht. Weil dieser seine Kandidatur nicht zurückzog – was übrigens sein gutes Recht ist – erfolgt im Kanton Bern nun ein zweiter Wahglang für den Ständerat.

Die BDP des Kantons Bern liess nach Bekanntwerden der Durchführungn eines zweiten Wahlganges verlauten, sie reiche eine Motion ein. Darin werde gefordert, „dass in Zukunft bei 2. Ständeratswahlgängen nur noch Kandidierende antreten dürfen, die im 1. Durchgang mehr als 10% des absoluten Mehrs erreicht haben. Chancenlose Kandidierende haben in einem 2. Wahlgang nichts mehr verloren.“