Ständeratswahlen Luzern – verliert die FDP den Sitz?

Bei den Luzerner Ständeratswahlen treten fünf Kandidierende zum zweiten Wahlgang an. Offiziell steigen CVP und FDP erneut mit einer gemeinsamen Liste in die zweite Wahlrunde. Die SVP hält an Kandidatin Yvette Estermann fest und die SP setzt weiterhin auf Prisca Birrer-Heimo. Da die beiden Kandidierenden mit der höchsten Stimmenzahl gewählt (relatives Mehr) sind, düfte eine Vielzahl von Parteiwählern bloss einen Namen auf den Wahlzettel setzen, um ihrem Favoriten zur Stimmenmehrheit zu verhelfen.

So wird das Stimmerpotential der drei Bürgerlichen Parteien CVP, FDP und SVP auf drei Kandidierende gesplittet. Nationalrat Louis Schelbert von den Grünen sowie der Kandidierende der GLP, Roland Fischer, treten nicht mehr an. Wohin deren Stimmen im zweiten Wahlgang gehen, ist – zumindest teilweise – absehbar. Linke und Grüne Wählerinnen und Wähler dürften den Namen ihrer Favoritin auf den Zettel setzen. Ihr Potential bleibt – im Gegensatz zu jenem der drei Bürgerlichen – ungeschwächt. Das Grünlinke Lager hat damit die reelle Chance, das zweitbeste Resultat zu erzielen, was die Wahl von Prisca Birrer-Heimo zur Folge hätte. FDP und SVP würden so auf die Plätze drei und vier verwiesen werden und damit leer ausgehen. Völlig aussichtslos scheinen die Chanchen auf einen Wahlerfolg für den wiederkandidierenden Rudolf Schweizer (Parteilose Schweizer).

Hier die Wahlergebnisse vom 18. Oktober:
– Konrad Graber (CVP, bisher), 64’577 Stimmen
– Damian Müller (FDP, neu), 54’992 Stimmen
– Prisca Birrer-Heimo (SP, neu), 37’241 Stimmen
– Yvette Estermann (SVP, neu), 37’015 Stimmen
– Louis Schelbert (Grüne, neu), 26’073 Stimmen
– Roland Fischer (GLP, neu), 8634 Stimmen
– Rudolf Schweizer (Parteilose Schweizer, neu), 2823 Stimmen