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Die Zweck-Ehe der CVP

alt=„Die CVP geht durch die Listenverbindung mit FDP und SVP eine Zweck-Ehe ein!“ – Der Aargauer CVP-Pr√§sident Markus Zemp hofft damit den neuen 16. Sitz im Nationalrat zu Gunsten der CVP zu erobern. Der Nationalrat bis 2011 √§ussert sich zu Priorit√§ten, Zielsetzungen und St√§rken seiner Mitte-Partei und macht deutlich, von welchen Parteien sich die CVP ganz klar abgrenzen will. Auch in der Legislatur 2015‚Äď2019. Zum Interview

Kanton Luzern – FDP und SVP gewinnen!

2903151540 – Bei den kantonalen Wahlen Luzern geheh FDP und SVP als Siegerinnen hervor. Beide Parteien legten im Parlament um zwei Sitze zu. Die CVP bleibt mit 38 Mandaten zwar st√§rkste Fraktion, muss jedoch einen Sessel r√§umen. Die Ausz√§hlung ergab f√ľr die 120 Sitze im Kantonsrat folgende Sitzverteilung (Basis Parteistimmen): CVP: 38 (-1), FDP: 25 (+2), SVP: 29 (+2), SP: 16 (+1), Gr√ľne: 7 (-2), GLP: 5 (-1), JUSO: 0 (-1).

Regierungsrat Im ersten Wahlgang erreichten die bisherigen Guido Graf, CVP, Robert K√ľng, FDP, und Reto Wyss, CVP das absolute Mehr. Nicht gew√§hlt sind: Marcel Schwerzmann (parteilos, bisher), 43’562 Stimmen; Paul Winiker(SVP), 42’842; Felicitas Zopfi (SP), 34’231; Michael T√∂ngi (Gr√ľne), 20’241; Irina Studhalter (Junge Gr√ľne), 11’808. Der zweite Wahlgang findet am 10. Mai 2015 statt. F√ľr die beiden noch nicht besetzten Sitze kandidieren Marcel Schwerzmann, Paul Winiker und Felicitas Zopfi. Die Parteien wollen sich unterst√ľtzen. Sie empfehlen deshalb Winiker und Zopfi.

Spannendes Wahljahr im Kanton Z√ľrich (3)

Dass das Wahljahr 2015 im Kanton Z√ľrich nicht bloss bei den Regierungsrats-, sondern auch bei den St√§nderatswahlen (siehe Teile 1 und 2) spannend ist und vielleicht sogar in der Geschichte als besonderes hervorgehoben wird, daf√ľr sorgt auch Roger K√∂ppel.

Ein Kommentar von Cyrill Wyss

Der im M√§rz 50 Jahre alt werdende Vater von drei Kindern, Journalist und Verleger der Weltwoche will k√ľnftig nicht nur √ľber das Schweizer Polit-Geschehen schreiben, diskutieren oder Vortr√§ge halten, sondern proaktiv mitgestalten. Dass er am 18. Oktober als SVP-Nationalrat gew√§hlt wird, ist wahrscheinlich. Wenn dem so ist, was kann er ver√§ndern?

Roger Köppel kandidiert als SVP-Nationalrat (Bild: Philipp Zinniker)
Mitgestalten ist gefragt: Verleger und CR der Weltwoche Roger Köppel , Nationalratskandidat 2015.

So wahrscheinlich seine Wahl, so unwahrscheinlich ist, dass ihm als Parlamentarier eine bl√ľhende Politkarriere zu F√ľssen liegt. Denn K√∂ppel ist kein Wassertr√§ger, der wie eine Windfahne einfach ein- oder ausgefahren werden kann. Dennoch hat er sich entschieden, in die Reihen der SVP einzutreten. Weshalb er nicht – wie etwa Thomas Minder – als Einzelk√§mpfer in die Polit-Arena steigt, mag er sich gut √ľberlegt haben. – Roger K√∂ppel als Parteisoldat? Warum nicht?

Und die SVP? Wird sie sich an seine selbstsichere Art, seine stilsicheren und differenziert gestalteten Interpretationen gew√∂hnen k√∂nnen? Wie verhalten sich die Hartgesottenen in den eigenen Reihen, wenn K√∂ppel seine Meinung sagt und pl√∂tzlich Argumente einbringt, die niemand ber√ľcksichtigt hat? Wie verh√§lt sich der Neugew√§hlte, wenn er v√∂llig unerwartet und hautnah erlebt, wie es hinter den Kulissen der Polit-B√ľhnen so zu und her geht? Glaubt er tats√§chlich, sich da behaupten zu k√∂nnen? Vor allem in Fragen, wo es um die Wurst geht. Dann n√§mlich, wenn in eigenen Reihen auf einmal gemetzelt statt geschmeichelt wird? Frei nach dem Motto: Jeder gegen jeden, und einer √ľber allen!

Die Kunst der Politik besteht darin, Mehrheiten zu bilden. Eigene Interessen mit jenen anderer zu verbinden. Allein so ist es m√∂glich, Forderungen in politische Vorst√∂sse umzuwandeln. Nur so, mit der eigenen Fraktion sowie mit Vertretern anderer Parteien und Gruppierungen im R√ľcken, werden Vorst√∂sse in den R√§ten mehrheitsf√§hig. Das sind die Regeln. Wer sie nicht oder zu wenig beherrscht, der scheitert. Selbst als vielgepriesene Galionsfigur. Das lehrt die Geschichte. Roger K√∂ppel kennt diese Regeln als Journalist. Was sie f√ľr den einzelnen Politiker im Alltag konkret bedeuten, wird er nach dem 18. Oktober erfahren. – Angenommen, er wird als Z√ľrcher SVP-Nationalrat gew√§hlt.

Ruht Humbel, Aargauer Ständeratskandidatin

Die CVP des Kantons Aargau setzt auf bewährte Zugpferde: Die Partei schickt ihre auf Sozial- und Gesundheitspolitik spezialisierte Nationalrätin Ruth Humbel als Ständeratskandidatin ins Rennen.

Vor den Delegierten wurde sie einstimmig als Kandidatin favorisiert, nachdem sie versprochen hatte,¬† sich in der Kleinen Kammer vermehrt f√ľr aargauische Anliegen einzusetzen. So f√ľr die Sicherung der Standortqualit√§t und der Arbeitspl√§tze bei der Stromproduktion in der Energiestrategie 2050 des Bundes, die klare Positionierung des PSI als Schweizerischer Innovationspark sowie die Sanierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen Schiene und Strasse.

Kandidiert als St√§nder√§tin: Ruth Humbel, Nationalr√§tin, CVP AG - Die Gesundheits- und Sozialpolitikerin will sich in der Kleinen Kammer vermehrt f√ľr aargauische Anliegen einsetzenm. (Bild: pd, cvp,ag)
Die Gesundheits- und Sozialpolitikerin will sich in der Kleinen Kammer vermehrt f√ľr aargauische Anliegen einsetzen. (Bild: pd, cvp,ag)

Z√ľrich: Folgt Jacqueline Fehr auf Regine Aeppli?

Klarer Entscheid der SP-Delegierten: F√ľr die Nachfolge der scheidenden Z√ľrcher Regierungsr√§tin Regine Aeppli schickt die SP des Kantons Z√ľrich Nationalr√§tin Jacqueline Fehr (93 Stimmen) ins Rennen. Ihre Mitbewerberin – und Parlamentskollegin – Chantal Gallad√© (19 Stimmen) blieb chancenlos.

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