Schlagwort-Archiv: Kantonale Wahlen

Luzerner Regierung ist komplett

10.05.2015-red. Im zweiten Wahlgang haben die Luzerner Stimmb├╝rger den Regierungsrat f├╝r die Legislatur 2015-2019 komplettiert. Sie w├Ąhlten den bisherigen parteilosen Marcel Schwerzmann mit 65’708 Stimmen sowie Paul Winiker von der SVP mit 54’500 Stimmen. Nicht gew├Ąhlt wurde die Kandiatin der SP, Felicitas Zopfi. Sie erzielte 37’154 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,1 Prozent. – Bereits im ersten Wahlgang gew├Ąhlt worden sind die beiden Vertreter der CVP, Guido Graf und Reto Wyss, sowie Robert K├╝ng von der FDP.

Z├╝rcher und Luzerner Wahlen zeigen Richtungswechsel
wy. Die Resultate bei den Kantonalen Wahlen in Z├╝rich und Luzern gelten als Gradmesser f├╝r die Eidgen├Âssischen Wahlen 2015. Sie deuten darauf hin, wo die Musik ab 18. Oktober in Bundesbern spielen wird: Wird die FDP dort auch Sitze von Gr├╝nen, Gr├╝nliberalen oder gar von der BDP besetzen k├Ânnen? Und die CVP? Kann sie tats├Ąchlich froh sein, wenn sie zusammen mit der EVP ihre Fraktionsst├Ąrke behalten kann? Welches Nachspiel hat das Steuerabenteuer in den Reihen der SP, so dass Genossinnen und Genossen mit Spitzensal├Ąren als Bewohner von Luxuswohnungen eine ├ťberraschung erleben? – Fragen ├╝ber Fragen.

Sicher scheint, die B├╝rgerinnen und B├╝rger haben genug von wohlklingenden Absichtserkl├Ąrungen und knallharten Vorschriften, bei denen sie am Ende die Rechnung zu zahlen haben. Ob Asylwesen, Energiewende, Gesundheitpolitik oder Mobilit├Ąt: Teure Auflagen und neue Nachbarn, damit die Schweiz vorbildhaft dasteht und damit sich gewisse Politikerinnen und Politiker als W├Ąchterinnen und W├Ąchter einer tugendhaften Lebens- und Verhaltensweise ins Rampenlicht stellen k├Ânnen? Nicht mit mir, scheinen die B├╝rgerinnen und B├╝rger in den Abstimmungskantonen gesagt zu haben.

Nun liegt es an den Gew├Ąhlten, R├╝ckhalt zu zeigen, statt zu pl├Ąnkeln oder gegen Gesinnungsfreunde zu intrigieren. Denn die Resultate sprechen f├╝r sich. Wer versteht sie zu deuten? Gefragt scheinen Bekenntnisse und Zielsetzungen zu sein, die tats├Ąchlich etwas mit den Anliegen der B├╝rgerinnen und B├╝rgern sowie etwas mit ihrem Alltag und ihrem Wohlbefinden zu tun haben. Wohlt├Ânende Absichtserkl├Ąrungen von Gesundheits, Sozial- und ├ľkolobbyisten oder eigenwillige politische Auslegungen auf Verwaltungs- und Regierungsebene scheinen da weniger gefragt.

So oder so: Hier und dort d├╝rften die Resultate aus Luzern und Z├╝rich zu denken geben. Vor allem aber in gewissen Parteilagern d├╝rften im Hinblick auf die Strategien zu den Eidgen├Âssischen Wahlen 2015 gewisse Korrekturen vorgenommen werden. Gebetsm├╝hlenartig Slogans aus der Vergangenheit zu ├Ąussern oder sich auf Schwarz-Weiss-Malerei zu beschr├Ąnken, gen├╝gt den B├╝rgerinnen und B├╝rgern offensichtlich nicht mehr. Die von freisinniger Seite erzielten Resultate legen diesbez├╝glich deutlich mehr als einen Achtungserfolg an den Tag.