Schlagwort-Archiv: Nationalrat

„Wir sind die Mitte!“


Wahlen 2015 - Aargauer BDP, EVP und GLP geben Listenverbindung bekannt: Wir sind die Mitte! BDP, EVP und GLP wollen im Nationalrat einen dritten Sitz gemeinsam erobern. – 3 Tage nachdem CVP, FDP und SVP eine b√ľrgerliche Listenverbindung bekannt gegeben haben, taten es ihnen die Kleinen unter den Grossen gleich: Als Parteien der Mitte liege es im Interesse der B√ľrgerinnen und B√ľrger, dass konsensf√§hige Vertreterinnen und Vertreter aus ihren Reihen im Parlament mehr Gewicht bek√§men. So das Hauptargument der Koalitionspartner. Zum Videobeitrag

Die Zweck-Ehe der CVP

alt=„Die CVP geht durch die Listenverbindung mit FDP und SVP eine Zweck-Ehe ein!“ – Der Aargauer CVP-Pr√§sident Markus Zemp hofft damit den neuen 16. Sitz im Nationalrat zu Gunsten der CVP zu erobern. Der Nationalrat bis 2011 √§ussert sich zu Priorit√§ten, Zielsetzungen und St√§rken seiner Mitte-Partei und macht deutlich, von welchen Parteien sich die CVP ganz klar abgrenzen will. Auch in der Legislatur 2015‚Äď2019. Zum Interview

Spannendes Wahljahr im Kanton Z√ľrich (3)

Dass das Wahljahr 2015 im Kanton Z√ľrich nicht bloss bei den Regierungsrats-, sondern auch bei den St√§nderatswahlen (siehe Teile 1 und 2) spannend ist und vielleicht sogar in der Geschichte als besonderes hervorgehoben wird, daf√ľr sorgt auch Roger K√∂ppel.

Ein Kommentar von Cyrill Wyss

Der im M√§rz 50 Jahre alt werdende Vater von drei Kindern, Journalist und Verleger der Weltwoche will k√ľnftig nicht nur √ľber das Schweizer Polit-Geschehen schreiben, diskutieren oder Vortr√§ge halten, sondern proaktiv mitgestalten. Dass er am 18. Oktober als SVP-Nationalrat gew√§hlt wird, ist wahrscheinlich. Wenn dem so ist, was kann er ver√§ndern?

Roger Köppel kandidiert als SVP-Nationalrat (Bild: Philipp Zinniker)
Mitgestalten ist gefragt: Verleger und CR der Weltwoche Roger Köppel , Nationalratskandidat 2015.

So wahrscheinlich seine Wahl, so unwahrscheinlich ist, dass ihm als Parlamentarier eine bl√ľhende Politkarriere zu F√ľssen liegt. Denn K√∂ppel ist kein Wassertr√§ger, der wie eine Windfahne einfach ein- oder ausgefahren werden kann. Dennoch hat er sich entschieden, in die Reihen der SVP einzutreten. Weshalb er nicht – wie etwa Thomas Minder – als Einzelk√§mpfer in die Polit-Arena steigt, mag er sich gut √ľberlegt haben. – Roger K√∂ppel als Parteisoldat? Warum nicht?

Und die SVP? Wird sie sich an seine selbstsichere Art, seine stilsicheren und differenziert gestalteten Interpretationen gew√∂hnen k√∂nnen? Wie verhalten sich die Hartgesottenen in den eigenen Reihen, wenn K√∂ppel seine Meinung sagt und pl√∂tzlich Argumente einbringt, die niemand ber√ľcksichtigt hat? Wie verh√§lt sich der Neugew√§hlte, wenn er v√∂llig unerwartet und hautnah erlebt, wie es hinter den Kulissen der Polit-B√ľhnen so zu und her geht? Glaubt er tats√§chlich, sich da behaupten zu k√∂nnen? Vor allem in Fragen, wo es um die Wurst geht. Dann n√§mlich, wenn in eigenen Reihen auf einmal gemetzelt statt geschmeichelt wird? Frei nach dem Motto: Jeder gegen jeden, und einer √ľber allen!

Die Kunst der Politik besteht darin, Mehrheiten zu bilden. Eigene Interessen mit jenen anderer zu verbinden. Allein so ist es m√∂glich, Forderungen in politische Vorst√∂sse umzuwandeln. Nur so, mit der eigenen Fraktion sowie mit Vertretern anderer Parteien und Gruppierungen im R√ľcken, werden Vorst√∂sse in den R√§ten mehrheitsf√§hig. Das sind die Regeln. Wer sie nicht oder zu wenig beherrscht, der scheitert. Selbst als vielgepriesene Galionsfigur. Das lehrt die Geschichte. Roger K√∂ppel kennt diese Regeln als Journalist. Was sie f√ľr den einzelnen Politiker im Alltag konkret bedeuten, wird er nach dem 18. Oktober erfahren. – Angenommen, er wird als Z√ľrcher SVP-Nationalrat gew√§hlt.

Ruedi Lustenberger tritt nicht mehr an

Wahlen 2015, CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger tritt nicht mehr an.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen ist, steht der Entlebucher CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger f√ľr die Legislatur 2015‚Äď2019 nicht mehr zur Verf√ľgung.
Der aus Romoos (695 Einwohner) stammende, dort wohnende und arbeitende Schreinermeister pr√§sidiert den Fach- und Dachverband VSSM praxisorientiert. Dessen Slogan: „Der Schreiner Ihr Macher“ bleibt im Ged√§chtnis.
Seine Politkarriere startete Lustenberger als Kantonsparlamentarier. Nicht weil er unbedingt Politiker werden wollte, „sondern weil man mich darum bat“. – 1999 wurde er in den Nationalrat gew√§hlt. Die Ernennung zum Nationalratspr√§sidenten 2014 gilt als Kr√∂nung seiner politischen Laufbahn. Der Entlebucher zeigte sich stets von der nat√ľrlichen, offenen Seite. Er wirkte nie abgehoben. Dass er ein passionierter J√§ger ist, verziehen ihm manche. Denn diese Leidenschaft f√ľhrte er stets auf seine Herkunft und seine Naturverbundenheit zur√ľck. – Glaubw√ľrdig, wie man ihn kennt.



Auf Laurent Favre folgt Pierre-André Monnard

Im Nationalrat wurde zu Beginn der dritten Sessionswoche Pierre-Andr√© Monnard, Stadtrat von la Chaux-de-Fonds, vereidigt. Er folgt auf Laurent Favre, der f√ľr die Freisinnigen im Neuenburger Staatsrat Einsitz nimmt.
Monnard wird wie sein Vorg√§nger Mitglied der Kommission f√ľr Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N). Der 57-j√§hrge eidgen√∂ssisch diplomierte Buchhalter begann seine politische Karriere als Gemeinderat im Jahre 2008 und wurde ein Jahr sp√§ter Kantonsrat in Neuenburg.