Schlagwort-Archiv: SVP

Kämpfer „gegen schleichenden EU-Beitritt“

Christoph Blocher wirbt fĂĽr sein „Komitee gegen den schleichenden EU-Beitritt“Der Kämpfer „gegen den schleichenden EU-Beitritt“ – FĂĽr Christoph Blocher ist das Wahljahr 2015 das erste in seiner 50-jährigen Politkarrriere, in dem er nicht selber kandidiert. – Ausgenommen seine vier Jahre als Mitglied der schweizerischen Landesregierung. – Dennoch ist er mit seiner Fraktion unterwegs und wirbt fĂĽr sein „Komitee gegen den schleichenden EU-Beitritt“. Von MĂĽdigkeit ist nichts zu spĂĽren, wenn er sich unter die Leute mischt. Im Interview mit wahlen.ch äussert sich Christoph Blocher zum Stand der Dinge und sagt, weshalb die automatische VertragsĂĽbernahme im Wahlkampf 2015 kaum Thema ist.
Zum Interview mit Christoph Blocher

Der bodenständige Oberländer

Erich von Siebenthal , Nationalrat, SVP, Bern, lebt mit seiner Familie als Bergbauer und Geschäftsführer einer kleinen Bergbahn in Gstaad im Berner Oberland.Erich von Siebenthal lebt mit seiner Familie als Bergbauer und Geschäftsführer einer kleinen Bergbahn in Gstaad im Berner Oberland. Der SVP-Politiker vertritt im Nationalrat die Berggebiete, die Land- und Forstwirtschaft. Im Interview mit wahlen.ch lässt der Berner durchblicken, dass er auf eine starke Unterstützung im Hintergrund zählen kann, weshalb gesunde und naturnah hergestellte Nahrungsmittel ihren Preis haben müssen und weshalb die Forstwirtschaft in der Schweiz an Bedeutung zunimmt. Zum Interview mit Erich von Siebenthal

Die Zweck-Ehe der CVP

alt=„Die CVP geht durch die Listenverbindung mit FDP und SVP eine Zweck-Ehe ein!“ – Der Aargauer CVP-Präsident Markus Zemp hofft damit den neuen 16. Sitz im Nationalrat zu Gunsten der CVP zu erobern. Der Nationalrat bis 2011 äussert sich zu Prioritäten, Zielsetzungen und Stärken seiner Mitte-Partei und macht deutlich, von welchen Parteien sich die CVP ganz klar abgrenzen will. Auch in der Legislatur 2015–2019. Zum Interview

Kanton Luzern – FDP und SVP gewinnen!

2903151540 – Bei den kantonalen Wahlen Luzern geheh FDP und SVP als Siegerinnen hervor. Beide Parteien legten im Parlament um zwei Sitze zu. Die CVP bleibt mit 38 Mandaten zwar stärkste Fraktion, muss jedoch einen Sessel räumen. Die Auszählung ergab fĂĽr die 120 Sitze im Kantonsrat folgende Sitzverteilung (Basis Parteistimmen): CVP: 38 (-1), FDP: 25 (+2), SVP: 29 (+2), SP: 16 (+1), GrĂĽne: 7 (-2), GLP: 5 (-1), JUSO: 0 (-1).

Regierungsrat Im ersten Wahlgang erreichten die bisherigen Guido Graf, CVP, Robert KĂĽng, FDP, und Reto Wyss, CVP das absolute Mehr. Nicht gewählt sind: Marcel Schwerzmann (parteilos, bisher), 43’562 Stimmen; Paul Winiker(SVP), 42’842; Felicitas Zopfi (SP), 34’231; Michael Töngi (GrĂĽne), 20’241; Irina Studhalter (Junge GrĂĽne), 11’808. Der zweite Wahlgang findet am 10. Mai 2015 statt. FĂĽr die beiden noch nicht besetzten Sitze kandidieren Marcel Schwerzmann, Paul Winiker und Felicitas Zopfi. Die Parteien wollen sich unterstĂĽtzen. Sie empfehlen deshalb Winiker und Zopfi.

Spannendes Wahljahr im Kanton ZĂĽrich (3)

Dass das Wahljahr 2015 im Kanton Zürich nicht bloss bei den Regierungsrats-, sondern auch bei den Ständeratswahlen (siehe Teile 1 und 2) spannend ist und vielleicht sogar in der Geschichte als besonderes hervorgehoben wird, dafür sorgt auch Roger Köppel.

Ein Kommentar von Cyrill Wyss

Der im März 50 Jahre alt werdende Vater von drei Kindern, Journalist und Verleger der Weltwoche will künftig nicht nur über das Schweizer Polit-Geschehen schreiben, diskutieren oder Vorträge halten, sondern proaktiv mitgestalten. Dass er am 18. Oktober als SVP-Nationalrat gewählt wird, ist wahrscheinlich. Wenn dem so ist, was kann er verändern?

Roger Köppel kandidiert als SVP-Nationalrat (Bild: Philipp Zinniker)
Mitgestalten ist gefragt: Verleger und CR der Weltwoche Roger Köppel , Nationalratskandidat 2015.

So wahrscheinlich seine Wahl, so unwahrscheinlich ist, dass ihm als Parlamentarier eine blĂĽhende Politkarriere zu FĂĽssen liegt. Denn Köppel ist kein Wasserträger, der wie eine Windfahne einfach ein- oder ausgefahren werden kann. Dennoch hat er sich entschieden, in die Reihen der SVP einzutreten. Weshalb er nicht – wie etwa Thomas Minder – als Einzelkämpfer in die Polit-Arena steigt, mag er sich gut ĂĽberlegt haben. – Roger Köppel als Parteisoldat? Warum nicht?

Und die SVP? Wird sie sich an seine selbstsichere Art, seine stilsicheren und differenziert gestalteten Interpretationen gewöhnen können? Wie verhalten sich die Hartgesottenen in den eigenen Reihen, wenn Köppel seine Meinung sagt und plötzlich Argumente einbringt, die niemand berücksichtigt hat? Wie verhält sich der Neugewählte, wenn er völlig unerwartet und hautnah erlebt, wie es hinter den Kulissen der Polit-Bühnen so zu und her geht? Glaubt er tatsächlich, sich da behaupten zu können? Vor allem in Fragen, wo es um die Wurst geht. Dann nämlich, wenn in eigenen Reihen auf einmal gemetzelt statt geschmeichelt wird? Frei nach dem Motto: Jeder gegen jeden, und einer über allen!

Die Kunst der Politik besteht darin, Mehrheiten zu bilden. Eigene Interessen mit jenen anderer zu verbinden. Allein so ist es möglich, Forderungen in politische Vorstösse umzuwandeln. Nur so, mit der eigenen Fraktion sowie mit Vertretern anderer Parteien und Gruppierungen im RĂĽcken, werden Vorstösse in den Räten mehrheitsfähig. Das sind die Regeln. Wer sie nicht oder zu wenig beherrscht, der scheitert. Selbst als vielgepriesene Galionsfigur. Das lehrt die Geschichte. Roger Köppel kennt diese Regeln als Journalist. Was sie fĂĽr den einzelnen Politiker im Alltag konkret bedeuten, wird er nach dem 18. Oktober erfahren. – Angenommen, er wird als ZĂĽrcher SVP-Nationalrat gewählt.