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Spannendes Wahljahr im Kanton Zürich (3)

Dass das Wahljahr 2015 im Kanton Zürich nicht bloss bei den Regierungsrats-, sondern auch bei den Ständeratswahlen (siehe Teile 1 und 2) spannend ist und vielleicht sogar in der Geschichte als besonderes hervorgehoben wird, dafür sorgt auch Roger Köppel.

Ein Kommentar von Cyrill Wyss

Der im März 50 Jahre alt werdende Vater von drei Kindern, Journalist und Verleger der Weltwoche will künftig nicht nur über das Schweizer Polit-Geschehen schreiben, diskutieren oder Vorträge halten, sondern proaktiv mitgestalten. Dass er am 18. Oktober als SVP-Nationalrat gewählt wird, ist wahrscheinlich. Wenn dem so ist, was kann er verändern?

Roger Köppel kandidiert als SVP-Nationalrat (Bild: Philipp Zinniker)
Mitgestalten ist gefragt: Verleger und CR der Weltwoche Roger Köppel , Nationalratskandidat 2015.

So wahrscheinlich seine Wahl, so unwahrscheinlich ist, dass ihm als Parlamentarier eine blühende Politkarriere zu Füssen liegt. Denn Köppel ist kein Wasserträger, der wie eine Windfahne einfach ein- oder ausgefahren werden kann. Dennoch hat er sich entschieden, in die Reihen der SVP einzutreten. Weshalb er nicht – wie etwa Thomas Minder – als Einzelkämpfer in die Polit-Arena steigt, mag er sich gut überlegt haben. – Roger Köppel als Parteisoldat? Warum nicht?

Und die SVP? Wird sie sich an seine selbstsichere Art, seine stilsicheren und differenziert gestalteten Interpretationen gewöhnen können? Wie verhalten sich die Hartgesottenen in den eigenen Reihen, wenn Köppel seine Meinung sagt und plötzlich Argumente einbringt, die niemand berücksichtigt hat? Wie verhält sich der Neugewählte, wenn er völlig unerwartet und hautnah erlebt, wie es hinter den Kulissen der Polit-Bühnen so zu und her geht? Glaubt er tatsächlich, sich da behaupten zu können? Vor allem in Fragen, wo es um die Wurst geht. Dann nämlich, wenn in eigenen Reihen auf einmal gemetzelt statt geschmeichelt wird? Frei nach dem Motto: Jeder gegen jeden, und einer über allen!

Die Kunst der Politik besteht darin, Mehrheiten zu bilden. Eigene Interessen mit jenen anderer zu verbinden. Allein so ist es möglich, Forderungen in politische Vorstösse umzuwandeln. Nur so, mit der eigenen Fraktion sowie mit Vertretern anderer Parteien und Gruppierungen im Rücken, werden Vorstösse in den Räten mehrheitsfähig. Das sind die Regeln. Wer sie nicht oder zu wenig beherrscht, der scheitert. Selbst als vielgepriesene Galionsfigur. Das lehrt die Geschichte. Roger Köppel kennt diese Regeln als Journalist. Was sie für den einzelnen Politiker im Alltag konkret bedeuten, wird er nach dem 18. Oktober erfahren. – Angenommen, er wird als Zürcher SVP-Nationalrat gewählt.

Wird die Energiestrategie zum Wahlkampfthema?

Wird die Energiestrategie 2050 bei den Eidgenössischen Wahlen 2015 zum grossen Thema? Nachdem die FDP angekündigt hat, sie wolle sich im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 auf keine Überraschungen einlassen und lanciere eine Resulution, hagelte es vorab  Kritik. Doch deren Urheber könnten sich täuschen: Die ökologische Aufbruchstimmung ist im Schwinden begriffen. Und das nicht bloss hierzulande. Neben der FDP trägt die AVES Schweiz der einsetzenden Stimmung Rechnung. Albert Rösti, der neue Präsident der Aktion für eine vernünftige Energiepolitik, setzt deutliche Signale und fordert eine strategische Neuausrichtung.

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BL: Landratspräsidentin Gaugler nimmt den Hut

Die Landratspräsidentin des Kantons Baselland Daniela Gaugler nimmt den Hut. Sie tritt per sofort von allen Ämtern zurück, wie sie in einem Schreiben an die Behörden mitteilt. Der 52-jährigen SVP-Politikerin wird vorgeworfen, sie tarne ihr Bed & Breakfast-Angebot, um illegal in der Gewerbezone Wohnungen vermieten zu können.

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St Gallen: SVP nominiert Barbara Keller-Inhelder

Die St. Galler SVP-Kreispartei See & Gaster steigt mit ihrer Präsidentin und Kantonsrätin Barbara Keller-Inhelder aus Rapperswil-Jona als Nationalratskandidatin ins Rennen. 

Die Kreispartei setze mit dieser Nomination auf eine erfolgreiche, bekannte und bewährte Persönlichkeit mit einer vielfältigen Erfahrung, heisst es gegenüber den Medien. Ihre Favoritin habe bei den Wahlen 2011 auf Anhieb den glanzvollen ersten Platz hinter den Bisherigen erreicht. Sie geniesse im ganzen Kanton grosse Anerkennung für ihre kompetente und sachbezogene Politik.

Wachhund Willy löst Geissbock Zottel ab

Die SVP hat ihren Wahlhelfer Geissbock „Zottel“ in Rente geschickt und diesen durch einen Berner Sennenhund, „Wachund Willy“ ersetzt. Das wichtigste für ihn sei, „dass wir frei  bleiben“, wird er von der SVP zitiert. Dabei bleibt offen, wen der Sennenhund mit „wir“ meint.

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