Wahl-Herbst 2019 – Werbeplattformen stehen bereit, doch wo bleiben die Bürgerlichen?

Bildlegende: Kommentar von Walter Ostermeier zur Präsenz der Bürgerlichen auf Werbeplattformen für die Wahlen im Herbst 2019
«Was sich das srf beim Erstrundenspiel der Fussball WM in Russland, Schweiz gegen Brasilien, mit den Aussagen zu Valon Behrami geleistet hat, ist einfach eine Schweinerei». – Hatte mein Gesprächspartner beim sonntäglichen Frühschoppen mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen oder war alles bloss halb so wild?
Ein Kommentar von Walter Ostermeier
Wie und weshalb sollte das Fernsehen Sportsendungen für politische Anliegen missbrauchen? Hakte ich mit einem Kopfschütteln nach. Doch mein Tischnachbar blieb hartnäckig und liess seinen Gedanken freien Lauf: «Dieser Redaktionsleiter Salzgeber machte exiplit darauf aufmerksam, wie gut er doch gespielt habe, dieser Valon Behrami! – Um damit den linken Medien einen Steilpass für die nächsten Texte mit den beiden „Schmussekätzchen“ Lara Gut und Valon Behrami zu geben. Wie vermutet, konnte ein solcher Artikel in der Schweizer Illustrierten diesen Donnerstag gelesen werden». Was er damit sagen wolle, brachte sich ein dritter Teilnehmer in den Diskurs über die TV-WM-Berichterstattung ein.

«Plötzlich sind die ganzen linken Kulturschaffenden die grossen Fussball-Fans!» fuhr mein Nachbar seufzend fort. «Linke Fussball-Fans, die zuerst bei der YB-Meisterfeier und jetzt bei der Fussball-WM dabei sein dürfen. So werden bei srf linke Politiker ganz subtil dem Zuschauer präsentiert. Zurzeit sind es die Nationalräte Wermuth und Molina. – Zwei Personen, die sich bei näheren Betrachtung, als ewige „Studenten“ erweisen. Und Pedro Lenz ist plötzlich ein grosser Schriftsteller und Journalist bei der Schweizer Illustrierten. Er wird seit ungefähr einem Jahr von der SI für die linke Politbühne vorbereitet.- Das alles ist einfach nur lächerlich aber für die bürgerlichen Parteien sehr gefährlich, da die Linken Medienblätter die Werbe Plattformen für die zukünftigen Linken Wähler vorbereiten.»

Alles halb so schlimm, versuchte ich ihn zu besänftigen, während mir die Frage durch den Kopf ging, weshalb die TV-Verantwortlichen keine sportlichen Bürgerlichen zu sich ins Studio geladen haben.

Halb zwölf! Ich hatte meiner Frau versprochen, um viertel nach zurück zu sein. Für eine Runde blieb noch Zeit.

Themenwechsel: Der Streit um das private Rettungsboot «Aquarius» eskaliert. So hat es seit Tagen geheissen. Italien blieb hart, gegen die Erpressungsversuche von diversen «Hilfsorganisationen». Es wollte die täglichen Rechtbrechungen nicht mehr mittragen. Es heisst täglich in unserem Leben, das Recht muss eingehalten werden, dass gleiche gilt aber auch für die „Money-People“.

Am Montag voriger Woche ist die Aquarius in Valencia gelandet. 2’376 „Retter“ waren vor Ort und haben auf die Passgiere gewartet. Das heisst, es waren 3,5 Retter pro Passagier vor Ort. Da stellt sich doch die Frage, ob das Flüchtlingselend wie der Sport von gewissen Kreisen als Werbeplattform missbraucht wird, wirft unsere an diesem Sonntagmorgen einzige Diskussionsteilnehmerin ein: Wer bezahlt all diese Leute; woher kommt das Geld dafür? Wer steckt hinter solchen Inszenierungen?
Es entbrennt eine hitzige Diskussion.
Hopperla! Schon fünf nach zwölf. Ich bezahle und gehe. Die Diskussion geht weiter.
Wie auch immer: Dutzende von TV-Stationen waren in Spanien vor Ort. Handelte es sich am Ende tatsächlich um eine gezielte PR-Aktion aus Hilfsorganisationen, Lobbyisten, Networking- und Social Media-Spezialistinnen und -Spezialisten? Wie hehauptet wurde. Es gebe nie bloss eine Wahrheit, ruft mir einer aus unserer Talkrunde spöttisch lachend hinterher.

Sonntagmittag. Ich freue mich auf das Essen im Kreise meiner Lieben!

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